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Führt der Wahrheitsanspruch von Religionen zu Gewalt?

Freitag, 29.01.2010, 19.00 – 21.30 Uhr

Religionen bewegen Menschen, aufeinander zuzugehen, Verständnis zu schaffen, Frieden zu stiften. Aber Religion kann für politische Ideologien missbraucht werden. Als alleinige Wahrheitsgewissheit formuliert, wird aus Religion ein Machtanspruch, der zu Gewalt führen kann. Aus dieser Erkenntnis hat der Ökumenische Rat der Kirchen die «Dekade zur Überwindung von Gewalt» ausgerufen, die 2010 endet.
  1. Hat Religion die Tendenz, ihren Wahrheitsanspruch mit Gewalt durchzusetzen? Unter welchen Bedingungen?
  2. Wie ist das Zusammenleben in einer Gesellschaft mit verschiedenen Wahrheitsansprüchen möglich?
  3. Erheben auch politische Weltanschauungen einen Wahrheitsanspruch, gerade auch wenn sie sich religiös legitimieren?
Gäste:
Thomas Wipf, Präsident des Rates, Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund, Bern
Marcia Pally, Professorin für Multilingual Multicultural Studies an der New York University, USA
Edna Brocke, Leiterin der Alten Synagoge Essen, Deutschland
Muhammad Ashafa, Imam, Ko-Koordinator interreligiöses Vermittlungszentrum, Nigeria
Muhammad Abdul Bari, Generalsekretär des muslimischen Rates von England, Grossbritanien
 
Moderation:
Urs Leuthard, Schweizer Fernsehen
 
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