Communiqué
Publiziert 30.01.2005 Verfasser SEK - KommunikationZiele erreicht
Auch in diesem Jahr haben sich Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft am Open Forum Davos 2005 den kritischen Fragen und Diskussionen der Bevölkerung gestellt. Mit den über 2'300 Besuchern haben sich die Erwartungen der Trägerorganisationen SEK, BFA und WEF mehr als erfüllt. Nach eingehender Evaluation werden sie dann entscheiden ob und wie es ein Open Forum Davos 2006 geben soll.
Am diesjährigen Open Forum Davos 2005 haben über 2'300 Personen an den insgesamt acht mit internationalen Fachleuten zusammengesetzten Podiumsdiskussionen teilgenommen. Die Besucherzahl dieser kritischen Dialogplattform ausserhalb des WEF hat somit auch in diesem Jahr zugenommen. Nationale und internationale Politiker und Unternehmenschefs, Verantwortliche von grossen Nichtregierungsorganisationen aus Süd und Nord wie Internationale Rotkreuz und Rothalbmond Gesellschaften, Amnesty International, das nigerianische Umweltnetzwerk ANEEJ und dem HEKS sowie Kirchen- und Religionsvertreter nahmen an Podiumsgesprächen teil und stellten sich den kritischen und pointierten Fragen des zum Teil jungen Publikums.«Unser zentrales Anliegen, kontroverse Debatten zu organisieren, an denen sich das Publikum aktiv beteiligen kann, wurde erreicht» sagte Thomas Wipf, Präsident des Rates SEK anlässlich einer Medienorientierung kurz nach dem letzten Panel. «Es ist gelungen, wichtige Aspekte der komplexen Frage ‹Wann ist wirtschaftliches Handeln ethisch?› im kritischen Dialog mit der Öffentlichkeit zu diskutieren», so Wipf. Christoph Stückelberger, Vertreter von Brot für alle und heute Leiter des Institutes für Theologie und Ethik des SEK betonte: «Viele Reaktionen von Teilnehmenden bestätigen dass der direkte Dialog mit Entscheidungsträgern zur Schärfung ihres Problembewusstseins beiträgt. Konkrete Lösungsvorschläge sollen auch nach dem Open Forum weiter verfolgt werden.» André Schneider, Managing Director beim WEF bekundete, dass mit dem Open Forum Davos als Teil des offiziellen Programms des Jahrestreffens «der Brückenschlag zur Bevölkerung gelungen ist».
Zum Ziel des Open Forum meinte Setri Nyomi, Generalsekretär des Reformierten Weltbundes, an einem Podium: «In einer polarisierten Welt ist Dialog absolut unumgänglich. Dialog muss aber einschliessen, dass die Stimme des Leidenden stark gehört wird». – «Dialog ist besser als schiessen.» Diese Aussage von Bärbel Wartenberg Potter, Bischöfin der Nordelbischen Evangelischen Kirche, entsprach der Meinung des klatschenden Publikums. Für sie ist das Open Forum eine bedeutende Plattform der Auseinandersetzung.
Viele Teilnehmende äusserten die Erwartung, dass das Open Forum Davos 2006 stattfinden sollte. Die Träger evaluieren nun die Veranstaltung und werden aufgrund dieser Evaluation über das Open Forum Davos 2006 entscheiden.


